Rigi Bahnen setzen weiterhin auf Gondelbahn

Trotz Kritik soll es keine Lightversion geben

Die Luftseilbahn von Weggis auf die Rigi.

Die Pendelbahn von Weggis auf die Rigi soll nicht durch eine sogenannte Drei-Seil-Umlaufbahn-Light ersetzt werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Seilbahnherstellerin Garaventa AG, welche die Rigi Bahnen auf Wunsch der Vereinigung Pro Rigi erstellen liessen.

Im vergangenen Dezember hatten die Rigi Bahnen verkündet, dass sie die heutige Pendelbahn von Weggis auf die Rigi durch 10er-Gondeln ersetzen wollen. Dieser Vorschlag weckte kritische Stimmen. Unter anderem, weil die 10er-Gondeln deutlich tiefer hängen oder weil dafür mehr Masten benötigt würden als für die bestehende Pendelbahn. Nämlich 14 statt drei.

So brachte Pro Rigi die Lightversion eines 3S-Bahnsystems ins Spiel. Konkret soll eine reguläre Drei-Seil-Umlaufbahn auf eine geringere Transportkapazität redimensioniert werden. Bei einer Dreiseil-Umlaufbahn verkehren auch mehrere Gondeln im Kreis. Diese hängen aber nicht nur an einem Seil, sondern an zwei Trageseilen und einem Zugseil. Der entscheidende Punkt: Die Seillinie verläuft hoch wie bei der Pendelbahn, und es würden auch nur drei Masten benötigt.

Hohe Kosten

Die Rigi Bahnen liessen diesen Vorschlag von der Seilbahnherstellerin Garaventa AG technisch und strategisch prüfen. Diese kommt nun zum Schluss: Für eine solche Light-Version besteht international am Seilbahnmarkt kaum Potenzial. Zudem wäre laut der Machbarkeitsstudie die Realisierung der Light-Version mit "massiven Entwicklungs- und Erstellungskosten verbunden.

Die Rigi Bahnen wollen nun das ursprüngliche Projekt einer Gondel-Umlaufbahn zusammen mit den Schutzverbänden weiter optimieren. Ein nächstes Arbeitsmeeting sei bereits angesetzt.

(Quelle sda)

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