Schweizer Armee bald ohne Drohnen

Ab November fehlen der Armee mehrere Monate lang Aufklärungsdrohnen

Die Zertifizierung der neuen Drohnen dauert länger als geplant.

Die Schweizer Armee muss sieben Monate lang ohne Drohnen auskommen. Im November nimmt die Luftwaffe die letzten ihrer aktuellen Aufklärungsdrohnen ausser Betrieb. Das bestellte Nachfolgemodell ist aber noch nicht einsatzbereit. Armasuisse bestätigte entsprechende Recherchen des Tagesanzeigers.

Für Aufklärungsarbeiten benötigt die Schweizer Armee häufig Drohnen. Besonders oft kommen sie an der Grenze zum Einsatz. Die Drohnen werden gegen organisierte Kriminaltouristen, Schlepper und Schmugglerbanden eingesetzt. Ab November hat das Grenzwachtkorps jedoch keine Aufklärungsdrohnen mehr. Grund ist, dass die Lieferung der neu bestellten Drohnen aus Israel sich verzögert.

Gemäss Armasuisse hat dies mit der «Zertifizierung» zu tun. Die Drohnen müssen von israelischen und Schweizer Behörden zugelassen werden. Offenbar ist der Arbeitsaufwand dafür unterschätzt worden. Laut der Armee kann der Einsatz der alten Drohnen nicht verlängert werden. Die Ranger-Drohnen sind 20 Jahre alt und am Ende ihrer Lebensdauer. Zuslassungsrelevante Teile müssten ersetzt werden und dies käme unverhältnismässig teuer zu stehen. An der Grenze werden deshalb in den kommenden Monaten vermehrt Helikopter eingesetzt.

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