Bombendroher von Mall of Switzerland angeklagt

Staatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Gefängnis

Die «Mall of Switzerland» musste wegen der Bombendrohung evakuiert werden.

Ein 38-jähriger Mann soll sechs Jahre ins Gefängnis, weil er 2018 zwei Bombendrohungen ausgesprochen haben soll, darunter eine gegen die «Mall of Switzerland» in Ebikon. Der Mann war bei einer geplanten Geldübergabe festgenommen worden.

Ein Schaden von mehreren hunderttausend Franken entstand durch die Bombendrohung an die Adresse der «Mall of Switzerland», die der Beschuldigte mutmasslich am 14. März per Telefon aussprach, wie die Luzerner Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Das Gebäude war evakuiert worden, es fand sich aber kein Sprengstoff vor Ort.

Kurz darauf drohte der Beschuldigte telefonisch und schriftlich mit einer weiteren Bombe in einem Gebäude im Kanton Luzern und forderte von der Polizei einen Bargeldbetrag von 150'000 Franken. Später erhöhte er die Forderung auf 200'000 Franken. Der Droher konnte am 17. März 2018 bei der geplanten Geldübergabe festgenommen werden. Er befand sich während 25 Tagen in Untersuchungshaft.

Anklage überwiesen

Die Staatsanwaltschaft Emmen klagt den Mann an wegen Schreckung der Bevölkerung, mehrfacher arglistiger Vermögensschädigung, falschem Alarm und versuchter Erpressung mit Bedrohung vieler Menschen an. Sie fordert eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Die Anklage wurde dem Kriminalgericht überwiesen.

Quelle: sda

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